Von Karla Kolumna

Am Montagabend war alles gerichtet für ein echtes Fußballfest, die Jungs vom FC SoMa Eschborn empfingen getreu der jährlichen Traditionen die Mannschaft von Rot-Weiß Frankfurt. Jedes Jahr aufs Neue ist es ein ganz besonderes Spiel, kommt dann immerhin ein Gegner, der spielerisch auf höchstem SoMa Niveau agiert und nur dann zu bezwingen ist, wenn wirklich alles zusammenkommt.

Das war in der ersten Halbzeit definitiv nicht der Fall, die Hausherren waren zwar engagiert und hielten ordentlich dagegen, den Ball hatten sie aber nur selten in den eigenen Reihen. So dauerte es ganze 20 Minuten bis zur ersten Torchance, zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 2:0 für die Gäste.

Torhüter Josch, dem sportlichen Leiter Ressel und nicht zuletzt der Latte war es zu verdanken, dass es mit diesem Ergebnis auch in die Pause ging, Auf der Gegenseite war nur ein Lattentreffer von Stoni zu verzeichnen, darüber hinaus ging nach vorne nicht besonders viel, oftmals fehlte der berühmte letzte Pass.

Gezeichnet von dem enormen Erfolgsdruck gepaart mit einer Spur Verzweiflung entschloss sich der sportliche Leiter dann gleich dreimal zu wechseln.

Asmuth, Thomas und Hassan mussten das Spielfeld verlassen dafür durften Bös, Jörg Fries und Vite versuchen dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

Und tatsächlich zeigten diese Wechsel Wirkung, es ging nochmal ein Ruck durch die ganze Truppe und auf eine ohnehin schon starke kämpferische Leistung wurde nochmal eine Schippe draufgelegt.

Selbst die Tatsache dass dem zwischenzeitlichen 1:2 von Stoni (Bös) im direkten Gegenzug ein weiterer Gegentreffer folgte, konnte die Mannschaft an diesem Abend nicht beindrucken. Josch parierte alles was zu Halten war, im Abwehrzentrum hielten Dejan und Frank ab diesem Zeitpunkt den Laden dicht, in der Zentrale sorgten Ali, Mauri und Wolle jetzt auch endlich für Entlastung durch längere Ballbesitzphasen und vorne ergänzen sich die beiden Spitzen nahezu perfekt. Mo rannte alles an was in weiß auf dem Feld stand und Stoni beschäftigte nicht nur stets zwei Gegenspieler, er sorgte auch immer wieder für Gefahr vor dem Tor.

Auch im Spiel nach vorne waren die Jungs der SoMa Eschborn inzwischen deutlich konzentrierter, die Pässe kamen an und die Chancen wurde endlich auch genutzt.

Den Anschluss zum 2:3 könnte Bös nach Vorarbeit von Stoni erzielen, Mo sorgte mit einem Gewalt-Kullerball für den Ausgleich, der viel umjubelte Siegtreffer war dann einmal mehr TS9 vorbehalten.

Das Spiel blieb bis zum Ende spannend, der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, die Gastgeber warfen der Mannschaft aus Frankfurt aber wirklich alles entgegen was sie hatten. Durch diese überragende Mannschaftsleistung konnte der Sieg tatsächlich über die Zeit gerettet werden.

Es war eben einer dieser besonderen Momente im Fußball, wo sich durch eine einzige Entscheidung ein ganzes Spiel drehen kann. In der Nachbetrachtung kann es kein Zweifel daran geben, die Einwechslung von Jörg Fries und Vite beim Stand von 0:2 haben das Spiel gedreht.

Natürlich wurde auch Christian Bös zur Halbzeit eingewechselt, aber trotz seiner Vorarbeit und seines Tores, wirklich entscheidend war das wohl nicht. Danke Jörg und Vite, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen.